1 La Dispute - No One Was Driving the Car
Ein Album des Jahres auszuwählen ist jedes Jahr aus Neue eine Aufgabe, die unbewältigbar scheint. Zu groß ist die Auswahl, zu wenig statisch das Ergebnis, kommt die Art, wie sehr man sich einem Musikalbum nahe fühlt, doch immer darauf an, in welcher Stimmung man ist, um welche Tageszeit man es hört und was man momentan mit einem Album verbindet (hat man es gerade live gesehen, beschreibt ein Song auf dem Album eine Situation im eigenen Leben so perfekt, dass es fast gruselig wirkt, …). Am Ende des Tages „gewinnt“ dann oft das Album mit den ungefiltertsten und elementarsten Emotionen. So wie sie La Dispute auf ihrem Album “No One Was Driving the Car“ präsentieren.
Anfänglich schwächelt das Album noch ein wenig, aber spätestens bei „Environmental Catastrophe Film“ ist die Qualität und Tiefgründigkeit des Albums deutlich hör- und spürbar. Wahrscheinlich werden sie nie mehr die Großartigkeit von ihrem 2008-Album „Somewhere at the Bottom of the River Between Vega and Altair“ erreichen, aber „No One Was Driving the Car“ kommt schon ziemlich nahe, mit seinen aggressiven Drums und herzzerreißenden Lyrics.
Lieblingssongs: Sibling Fistfight at Mom's Fiftieth / The Un-sound, Top-Sellers Banquet, I Dreamt of a Room with All My Friends I Could Not Get In
2 Lambrini Girls - Who Let The Dogs Out
Auch wenn das Album auf der zweiten Hälfte etwas nachlässt, ist es immer noch fantastischer Punk, der einfährt. Bestes Debut-Album des Jahres!
Lieblingssongs: Big Dick Energy, Bad Apple, Company Culture
3 Bonnie 'Prince' Billy - The Purple Bird
Stellenweise wird der einst so melancholische Bonnie 'Prince' Billy auf diesem Album etwas unerträglich kitschig, aber dann kommen Songs wie “The Water’s Fine”, mit großartigen Neil Young-Vibes und man ist sofort wieder versöhnt.
Lieblingssongs: The Water's Fine, Is My Living in Vain
4 Big Thief - Double Infinity
Bisher hat es kein Big Thief-Album für mich geschafft, an die Solo-Alben von Adrianne Lenker heranzureichen. Aber das, was ihr Genie ausmacht, ist natürlich auch auf den Big Thief-Songs vorhanden: Diese unfassbare schöne Stimme, und die unvergleichlichen, grandiosen Lyrics. "We are made of love, we are also made of pain, gonna turn it all into rock n roll”.
Lieblingssongs: Los Angeles, How Could I Have Known
5 shame - Cutthroat
Eine Rückkehr zu ihrem Sound auf "Songs of Praise". Feiner Post-Punk, der vor allem live seine Qualität zeigt.
Lieblingssongs: Spartak, Quiet Life, Cutthroat
6 Little Simz - Lotus
Nicht ganz so überwältigend gut wie ihre vorherigen Alben, besonders was die Nahbarkeit und die Introspektion ihrer Texte angeht. Es fehlt auch die Düsterkeit und Coolness der Vorgänger ein wenig, und der Song ‚Young‘ ist ein bisschen befremdlich, aber unterm Strich ist "Lotus" dennoch ein sehr gutes Album. Eine der besten Rapperinnen ihrer Zeit!
Lieblingssongs: Thief, Peace
7 Viagra Boys - viagr aboys
8 Greg Freeman - Burnover
Starker Anwärter (neben caroline) für bestes Albumcover 2025.
9 Preoccupations - Ill at Ease
10 Heartworms - Glutton for Punishment









